Der Verhütungscomputer und seine Vorteile bei der hormonfreien Verhütung

Seit mehr als 50 Jahren galt die Antibabypille als das beste Verhütungsmittel überhaupt. Die meisten Mädchen sind heutzutage 13 bis 16 Jahre alt, wenn sie mit der Einnahme der Pille beginnen, weil viele Frauenärzte sie wie selbstverständlich auch bei Hautproblemen oder einer starken Regelblutung verschreiben. Die wenigsten jungen Mädchen wissen, welches hohe gesundheitliche Risiko mit der Pilleneinnahme einhergeht. Das Verhütungsmittel kann schwerwiegende Nebenwirkungen mitbringen: Von einer Gewichtszunahme über Migräne und Wassereinlagerungen bis hin zur Thrombose reichen die unerwünschten Begleiterscheinungen bei der Einnahme der Pille.

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Seit einigen Jahren sind deshalb immer mehr Frauen auf der Suche nach einer Alternative zur Pille für die Empfängnisverhütung. Dabei spielen hormonfreie Verhütungsmethoden wie die „Natürliche Familienplanung“ (NFP) eine immer wichtige Rolle. Die symptothermale Methode gilt in dieser Kategorie als besonders sicher. Wer diese Methode anwendet, beobachtet seinen Zyklus und kann anhand spezifischer Symptome Aussagen darüber treffen, wann das Risiko für eine Schwangerschaft überhaupt besteht. Neben der morgendlichen Aufwachtemperatur wird dabei entweder die Qualität des Zervixschleims oder die Position und Beschaffenheit des Muttermundes beobachtet. Vielen Frauen ist es aber zu aufwendig, die Regeln der symptothermalen Methode selbst bis ins kleinste Detail zu beherrschen, sodass sie diese Aufgabe lieber von einem Verhütungscomputer erledigen lassen.

Temperatur- und Hormoncomputer sind ebenso wie einige Apps fürs Smartphone in der Lage, den Eisprung zu berechnen und demnach die Tage im Zyklus anzuzeigen, an denen du überhaupt fruchtbar bist. An allen anderen Tagen deines Zyklus musst du nicht zusätzlich verhüten, da ohnehin keine Empfängnis möglich ist. Doch Vorsicht: Nicht jeder Verhütungscomputer ist wirklich zuverlässig. Um eine sichere Verhütung ohne Hormone sicherzustellen, solltest du dich vor dem Kauf genauer mit dem Thema auseinander setzen und einen entsprechend geeigneten Verhütungsmonitor auswählen.

 

Was ist ein Verhütungscomputer?

Verhütungscomputer FragezeichenHast du die Pille abgesetzt und suchst nun nach einer natürlichen Verhütungsmethode, die frei von Hormonen ist? Dann ist ein Verhütungscomputer wie für dich gemacht. Viele alternative, natürliche Verhütungsmethoden basieren darauf, dass du deinen Körper täglich beobachtest und anhand sogenannter Fruchtbarkeitsmerkmale deinen Eisprung bestimmst.

Je nach der angewandten Methode musst du dafür aber zum Teil sehr komplexe Regeln beherrschen, damit du den Zeitraum, in dem du fruchtbar bist, wirklich zuverlässig erkennen kannst. Diese komplizierte Auswertung der Zyklusmerkmale ersparst du dir mit einem Verhütungscomputer. Er kennt die Algorithmen, die den jeweiligen Methoden zugrunde liegen und zeigt dir dementsprechend automatisch deine fruchtbaren und unfruchtbaren Tagen an. So weißt du, an welchen Tagen du zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung einsetzen musst – beispielsweise mit einem Kondom oder einem Diaphragma.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Verhütungscomputern auf dem Markt. Nicht jeder bietet automatisch eine sichere Verhütung ohne Hormone. Teilweise musst du trotz des Computers genau über die jeweiligen zugrunde liegenden Methoden Bescheid wissen, damit eine hohe Sicherheit gewährleistet ist. Grundsätzlich unterteilt man die Zykluscomputer daher in zwei Arten. Außerdem gibt es noch NFP-Apps, die dir zwar auch bei der Auswertung deines Zyklus helfen, bei denen du die Messungen aber selbst vornehmen musst.

 

Welche Arten von Verhütungscomputern gibt es?

 

Grundsätzlich gilt: Verhütungscomputer ist nicht gleich Verhütungscomputer. Man unterscheidet im Wesentlichen zwei verschiedene Arten:

 

 

  • Temperaturcomputer

  •  

     

  • Hormoncomputer

 

Aber auch in diesen zwei Kategorien gibt es viele verschiedene Modelle, die nicht alle gleich sicher und gut sind. Informiere dich deshalb vor dem Kauf genauer über die jeweiligen Verhütungscomputer und ihre Sicherheit, um einen Fehlkauf – und eine ungewollte Schwangerschaft – zu vermeiden.

Temperaturcomputer

Temperaturcomputer verfügen über einen Thermofühler, mit dem sie deine Körperwärme messen. Ein solcher Verhütungscomputer wird direkt morgens nach dem Aufwachen eingesetzt, um deine Aufwachtemperatur zuverlässig zu bestimmen. Allerdings gelten reine Temperaturcomputer, bei denen keine zusätzlichen Beobachtungen ausgewertet werden, als nicht sicher genug. Wähle deshalb ein Modell, bei dem du neben der Temperatur auch weitere Fruchtbarkeitsmerkmale eintragen kannst, wie etwa die Beschaffenheit des Muttermundes oder des Gebärmutterhalsschleimes.

Wenn du alle Daten richtig eingetragen hast, gibt der Verhütungscomputer dann beispielsweise durch Leuchtsignale an, ob du dich gerade in einer fruchtbaren oder unfruchtbaren Phase befindest. Ein Temperaturcomputer hilft dir auf diese Weise, die symptothermale Methode richtig anzuwenden. So wird vermieden, dass dir Fehler bei der Auswertung deines Zyklus passieren, etwa weil du die Regeln nicht richtig kannst. Ein Grundwissen über die symptothermale Methode solltest du dir aber trotzdem aneignen, damit dir auch keine Fehler beim Temperaturmessen oder bei der Beobachtung weiterer Fruchtbarkeitsmerkmale unterlaufen.

 

Hormoncomputer

Hormoncomputer arbeiten etwas anders als Temperaturcomputer. Die Persona Verhütung ist eines der bekanntesten Beispiele für einen solchen Verhütungscomputer. Derartige Geräte bestimmen die Hormone in dem Morgenurin und können damit ermitteln, ob du gerade fruchtbar bist oder nicht. Dafür gibst du lediglich den ersten Tag deiner Monatsblutung ein und wirst dann an manchen Tagen deines Zyklus dazu aufgefordert, mit einem Teststreifen einen Hormontest im Urin durchzuführen. Der Streifen wird dann vom Verhütungscomputer eingelesen, welcher die Konzentration des Östrogens und des luteinisierenden Hormons auswertet. Mit einem Lichtsignal gibt der Verhütungscomputer dann an, ob du fruchtbar bist oder nicht. Der Vorteil im Gegensatz zum Temperaturcomputer besteht darin, dass du nicht jeden Tag deine Temperatur messen musst. Nur an einigen Tagen im Monat benötigst du die Teststreifen für die Urinkontrolle.

Allerdings kann das Testergebnis eines Hormoncomputers wie zum Beispiel eines Persona Verhütungscomputers durch bestimmte Erkrankungen und Medikamente verfälscht werden. Bei Nieren- oder Lebererkrankungen, bei der Einnahme von Antibiotika oder bei Eierstock-Zysten ist das Ergebnis daher nicht zuverlässig genug. Auch für Zyklen, die kürzer als 23 oder länger als 35 Tage sind, eignen sich Hormoncomputer wie der Persona Verhütungscomputer nicht. Für die Empfängnisverhütung ist der ausschließliche Einsatz eines Hormoncomputers nicht empfehlenswert, da die meisten Geräte die fruchtbare Zeit zu kurz berechnen. Du kannst ihn aber zur zusätzlichen Absicherung verwenden, wenn du deinen Zyklus nach der symptothermalen Methode beobachtest. Alternativ eignet er sich für Paare mit Kinderwunsch, die gerne die fruchtbaren Tage ermitteln möchten, um die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft zu erhöhen.

 

Welche Kosten müssen für den Verhütungscomputer eingeplant werden?

Die Preise für einen Verhütungscomputer schwanken stark: 100 bis 700 Euro kosten die einzelnen Modelle, je nachdem, wie viel Zubehör sie mitbringen und wie umfangreich die mitgelieferten Programme sind. Bei Hormoncomputern musst du zusätzlich zu den reinen Anschaffungskosten außerdem noch monatliche Kosten für die Teststreifen einplanen, die sich je nach Verhütungscomputer zwischen 8 und 35 Euro bewegen.

 

Welche Vorteile bietet ein Verhütungscomputer?

Du fragst dich, ob sich der Kauf eines Verhütungscomputers für dich wirklich lohnt? Dann solltest du dir zunächst die Vorteile überlegen, die dir ein solcher Verhütungscomputer bieten kann. Ein wesentlicher Pluspunkt besteht darin, dass du keine Hormone mehr nehmen musst. Aber für Frauen, die bereits auf die Pille verzichten und ihren Zyklus mit der symptothermalen Methode „per Hand“ – also mit Thermometer und Zyklusblatt – auswerten, bietet ein solcher Verhütungscomputer einige Vorteile:

  • Einfache Nutzung
  • Spezielles Fachwissen ist nicht notwendig – Grundlagenwissen reicht aus
  • Die wenigen Tage, an denen eine zusätzliche Verhütung notwendig ist, werden automatisch angezeigt
  • Den Tag, an dem du deine Regel erwarten kannst, stellt der Verhütungscomputer ebenfalls dar
  • Ein guter Verhütungscomputer passt sich an deine persönlichen Bedürfnisse an

Insbesondere der letzte Punkt ist wichtig, damit du einen guten Verhütungscomputer findest. Er sollte dir die Möglichkeit bieten, das passende zweite Fruchtbarkeitsmerkmal (neben der Temperatur) selbst auszuwählen. Außerdem sollte es möglich sein, Messungen zu pausieren und deine Temperatur auch einmal später einzutragen, damit du am Wochenende ausschlafen kannst.

 

 

Verhütungscomputer
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